Präqualifizierung für Bau- und Handwerks-Unternehmen mit der DQB
Mit der Präqualifizierung weisen Sie Ihre Eignung für öffentliche Aufträge einmalig und strukturiert nach.
Die geprüften Nachweise stehen anschließend für Vergabeverfahren zur Verfügung und müssen nicht bei jeder Ausschreibung erneut eingereicht werden.
Was wird im Rahmen der Präqualifizierung geprüft?
Die Präqualifizierung umfasst die Prüfung Ihrer Eignungsnachweise in folgenden Bereichen:
• Rechtliche Grundlagen
• Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
• Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
• Zuverlässigkeit des Unternehmens
Die konkreten Anforderungen richten sich nach der geltenden Leitlinie zur Präqualifizierung von Bauunternehmen.
Warum sich eine Präqualifizierung lohnt
Entdecken Sie die Vorteile der PQ-VOB
Bei öffentlichen Ausschreibungen müssen Unternehmen ihre Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit nachweisen.
Ohne Präqualifizierung bedeutet das: Unterlagen bei jedem Verfahren erneut zusammenstellen, aktualisieren und einreichen.
Mit einer Präqualifizierung:
- werden Ihre Eignungsnachweise einmalig geprüft
- stehen geprüfte Unterlagen für Vergabeverfahren bereit
- reduzieren sich formale Fehlerquellen
- sinkt der Verwaltungsaufwand bei wiederkehrenden Ausschreibungen
Sie konzentrieren sich auf Ihr Angebot – die Eignungsprüfung ist bereits erfolgt.
Ihre Vorteile mit einer Präqualifizierung
Die Präqualifizierung ist die vorgelagerte, auftragsunabhängige Prüfung Ihrer Eignungsnachweise durch eine anerkannte Präqualifizierungsstelle.
Grundlage sind insbesondere die Anforderungen nach § 6a VOB/A, § 6a EU VOB/A sowie § 6a VS VOB/A.
Statt Ihre Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit bei jeder einzelnen Ausschreibung erneut nachzuweisen, werden diese Nachweise einmal geprüft und zentral hinterlegt.
Vorteile der Präqualifizierung für Bauunternehmen
Weniger Verwaltungsaufwand
Bei öffentlichen Vergabeverfahren müssen Bauunternehmen ihre Eignung gemäß § 6 VOB/A für jedes Verfahren einzeln nachweisen.
Ohne Präqualifizierung bedeutet das:
- wiederholte Zusammenstellung identischer Unterlagen
- fortlaufende Aktualisierung von Bescheinigungen
- erneute Einreichung bei jedem Auftraggeber
Mit Präqualifizierung entfällt diese wiederholte Einreichung.
Ihre Nachweise sind geprüft und können bei Ausschreibungen verwendet werden.
Strukturierte und geprüfte Eignungsnachweise
Ihre Unterlagen werden nach festgelegten Kriterien geprüft und dokumentiert.
Das reduziert formale Fehlerquellen und erhöht die Sicherheit im Vergabeverfahren.
Zeit- und Kosteneffizienz
Die wiederholte Anpassung von Referenzen, Bescheinigungen und Unternehmensunterlagen für unterschiedliche Auftraggeber entfällt.
Der organisatorische Aufwand sinkt – insbesondere bei regelmäßig wiederkehrenden Ausschreibungen.
Vorteile der Präqualifizierung für Haupt- und Generalunternehmer
Sicherheit bei Beauftragung von Nachunternehmern
Die Präqualifizierung bietet auch im Verhältnis zu Nachunternehmern rechtliche Vorteile.
Seit dem 01.08.2002 haften General- oder Hauptunternehmer nach § 150 Abs. 3 SGB VII i. V. m. § 28e Abs. 3a SGB IV unter bestimmten Voraussetzungen für Sozialversicherungsbeiträge ihrer Nachunternehmer.
Die Haftung entfällt, wenn der Hauptunternehmer nachweisen kann, dass er ohne eigenes Verschulden von der ordnungsgemäßen Erfüllung der Beitragspflichten ausgehen durfte.
Ist ein Nachunternehmer präqualifiziert und im Präqualifikationsverzeichnis eingetragen, gilt dieser Nachweis als erbracht.
Ein Verschulden des Hauptunternehmers ist insoweit ausgeschlossen (§ 28e Abs. 3b SGB IV).
Die Präqualifizierung schafft damit zusätzliche rechtliche Sicherheit bei der Beauftragung von Nachunternehmern.
Vorteile der Präqualifizierung für öffentliche Auftraggeber
Weniger Verwaltungsaufwand
Auch für Vergabestellen bringt die Präqualifizierung Vereinfachungen:
- Wegfall der Einzelprüfung von Eignungsnachweisen
- Verkürzung von Vergabeverfahren
- Schnellere Zuschlagserteilung
Unternehmen, die die Eignungsvoraussetzungen der VOB/A nicht erfüllen oder nachweislich schwere Verfehlungen begangen haben, werden nicht in das Verzeichnis aufgenommen bzw. gestrichen.
Damit unterstützt die Präqualifizierung einen fairen und transparenten Wettbewerb.
Anerkennung und institutioneller Rahmen
Die Durchführung der Präqualifizierungsverfahren erfolgt auf Grundlage eines Konzessionsvertrages mit dem Verein für die Präqualifikation von Bauunternehmen e. V., Bonn.
Die DQB erfüllt die Anforderungen an eine Zertifizierungsstelle gemäß DIN EN ISO/IEC 17065 und unterliegt den entsprechenden Vorgaben zur Qualitätssicherung und Verfahrensneutralität.
Vorteile im Überblick
- Einmaliger Eignungsnachweis – mehrfach nutzbar
- Einheitliche und geprüfte Dokumentation
- Reduzierung formaler Ausschlussrisiken
- Aktuelle Nachweise zur Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit
- Strukturierte Vorbereitung auf öffentliche Vergabeverfahren
- Stärkung der Zusammenarbeit mit Nachunternehmern
- Transparente Vergabeprozesse
Häufige Fragen zur Präqualifizierung
Antworten zu Ablauf, Gültigkeit der Nachweise und Verlängerung finden Sie in unseren FAQ.
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